Dienstag

Europas neue Herrscher.

Wie schon vor einiger Zeit berichtet, brachte der so genannte „Rettungsschirm“ auch den IWF nach Europa. Das dieser kein stiller Teilhaber ist, ist in informierten Kreisen keine Neuigkeit. Sinn ist es ja auch in Schwierigkeiten geratenen souveränen Staaten zu „helfen“, was meist einen Ausverkauf zur Folge hat. Beschneiden der Arbeitnehmerrechte, stutzen der Sozialleistungen sowie Privatisierung über alle Maße sind die althergebrachten Instrumente des IWF.

Auch in Europa hat es nicht lange gedauert. Die Zeit titelte deshalb auch schon am Wochenende, „IWF ruft Spanien zu drastischen Reformen auf“. Die EU hüllt sich wieder einmal in Schweigen und tut rein gar nichts, als ausgedienten Politiker zu einem reichen Lebensabend zu verhelfen. Weder die herannahende spanische Krise wird behandelt noch andere Problemherde.

Diese Informationen muss man suchen um sie in den letzen Winkeln des Blätterwaldes zu finden. Selbstverständlich gibt es auch keine nennenswerten Aussagen gegen das selbstbewusste agieren des IWF. Es scheint ganz so, als hätte Europa einen neuen Herrscher, einen Herrscher der sicherlich nicht für soziale Gerechtigkeit oder Eindämmung des Turbo-Kapitalismus eintritt.

Kombiniert man dazu noch die beherrschende Stellung der USA im IWF so kann man nur noch sagen. Welcome to the United States of Europe!

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