Sonntag

Euro-Fond mit bis zu 600 Mrd. für eine neue Runde WirtschaftsPoker auf Kosten der Steuerzahler

Die Casino Runde geht weiter. In einer noch nie da gewesene Dimension. Stell dir vor, die Staatsbank sagt allen Österreichern: "Hier sind 10 Millionen Euro und die Österreicher die zuerst ihr Geld verspielt haben bekommen noch mehr Geld - ganz ohne Sicherheiten!" Das gleiche Schema, nur ein wenig komplexer, spielt sich momentan in der EU- Geldpolitik ab.

In der heutigen Sondersitzung haben die EU Finanzminister über den Ausgleichsfond gesprochen, der zur Rettung und Stabilisierung des Marktes dienen soll. Die EU-Kommission schlägt den Finanzspitzen der EU Länder vor, zur Rettung der Währung 600 Milliarden verfügbar zu machen. Zum Vergleich: Österreichs Staatsschulden betragen momentan ca. 200 Milliarden.

Ein bestehendes System der EU genannt die Zahlungsbilanzhilfe, soll auf alle Euro-Länder ausgeweitet werden. Das bisher mit 50 Mrd. grosse Paket soll um 60 Mrd. auf 110 Mrd. Garantiekapital aufgestockt werden. So kann die Kommission das 10 fache an Geld aufnehmen und den maroden Ländern zur Verfügung stellen.
Sozusagen mit geliehenem Geld als Sicherheit, neues Geld leihen um ein Fass ohne Boden zu füllen -> spricht ja schon für sich, das dies auf Dauer nicht funktionieren kann.

Finanzminister Pröll betitelte die Situation des Euros als "schwere Belastungsprobe" und zudem Sprach er von einer "unglaublichen Bewährungsprobe für die Europäische Politik." Weiters sagte Pröll es handle sich um "die kritischste und angespannteste Situation seit Jahrzehnten"

Die Niederlande drängen geradezu auf eine Beteiligung aller EU Staaten und De Jäger der Finanzminister erhoffte sich auch, dass Großbritannien mit dabei ist. London spielt beim Wirtschatfsroulette von der Zuschauerposition mit und hofft dadurch auf eine Verbesserung ihrer Währung am Weltmarkt. Schweden, ein weiteres Land das nicht der Eurozone angehört, schloss eine Beteiligung nicht aus.

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